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Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) für ManaMail

Stand: 7. September 2026

Wichtiger Hinweis: Dieser Entwurf wurde nicht von einem Rechtsanwalt geprüft. Vor Veröffentlichung sollte ein auf IT-/Vertriebsrecht spezialisierter Anwalt (ca. 300–800 € einmalig) den Text prüfen. Die AGB sind auf maximalen Gründerschutz ausgelegt – innerhalb der Grenzen der AGB-Kontrolle nach §§ 305 ff. BGB. Klauseln, die rechtlich unwirksam wären (z. B. vollständiger Haftungsausschluss gegenüber Verbrauchern), sind bewusst nicht aufgenommen, weil sonst die gesamte Klausel und im Zweifel die Rückfallregelung (gesetzliches Recht ohne jede Beschränkung) greift.

§ 1 Geltungsbereich und Vertragspartner

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (im Folgenden „AGB") gelten für alle Verträge zwischen Jonas Merlin Koschate (im Folgenden „Anbieter") und dem Nutzer (im Folgenden „Kunde") über die Nutzung der Software „ManaMail" (im Folgenden „Plugin") sowie aller zugehörigen Dienste, insbesondere der vom Anbieter bereitgestellten Server- und KI-Infrastruktur („Proxy").

(2) Kunde im Sinne dieser AGB ist sowohl der Verbraucher (§ 13 BGB) als auch der Unternehmer (§ 14 BGB). Bei Bestellung im Rahmen einer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit ist der Kunde verpflichtet, dies bei der Bestellung anzugeben. Ohne ausdrückliche Angabe gilt der Kunde als Verbraucher.

(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur dann und insoweit Vertragsbestandteil, als der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zugestimmt hat. Dies gilt auch dann, wenn der Anbieter in Kenntnis abweichender Bedingungen die Leistung vorbehaltlos erbringt.

(4) Die Nutzung des Plugins ist ausschließlich Personen gestattet, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und voll geschäftsfähig sind. Für minderjährige Nutzer haftet der gesetzliche Vertreter.

(5) Vertragssprache ist Deutsch. Maßgeblich ist die deutsche Sprachfassung dieser AGB; etwaige Übersetzungen dienen ausschließlich der Information.


§ 2 Anbieter (Impressum)

Vertragspartner und Anbieter des Plugins ist:

Jonas Merlin Koschate

Karl-Kunger-Straße 57

12435 Berlin

Deutschland

E-Mail: support@manamail.io

Kleinunternehmer gemäß § 19 UStG. Es wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen.


§ 3 Leistungsbeschreibung

(1) Der Anbieter stellt dem Kunden das Plugin „ManaMail" als Browser-Erweiterung für Google Chrome zur Verfügung. Das Plugin bietet Funktionen zur automatisierten Verarbeitung von E-Mail-Inhalten, Kalendereinträgen und weiteren Texten unter Einsatz künstlicher Intelligenz (im Folgenden „KI").

(2) Der konkrete Leistungsumfang, die verfügbaren Funktionen sowie etwaige Nutzungsgrenzen (z. B. Credits, Rate-Limits) ergeben sich aus der jeweils aktuellen Produktbeschreibung auf der Website des Anbieters und/oder im Chrome Web Store. Diese Beschreibung ist maßgeblich; darüber hinausgehende Zusicherungen (insbesondere in Werbung, Marketingtexten oder mündlichen Aussagen) begründen keine Ansprüche.

(3) Zur Erbringung der KI-Funktionen greift das Plugin über den Proxy des Anbieters auf externe KI-Anbieter (derzeit OpenAI, L.L.C. und Groq, Inc.) zurück. Der Kunde muss keinen eigenen API-Zugang zu diesen Anbietern besitzen.

(4) Der Anbieter ist berechtigt, jederzeit

a) die eingesetzten KI-Modelle und Drittanbieter zu wechseln,

b) den Funktionsumfang zu erweitern, zu reduzieren oder anzupassen,

c) einzelne Funktionen einzustellen,

sofern der vertraglich geschuldete Grundnutzen erhalten bleibt. Wesentliche Reduzierungen wesentlicher Funktionen wird der Anbieter dem Kunden mit angemessener Frist vorher ankündigen; dem Kunden steht in diesem Fall ein Sonderkündigungsrecht zum Wirksamwerden der Änderung zu.

(5) Ein Anspruch auf Verwendung eines bestimmten KI-Modells, Anbieters oder einer bestimmten Modellversion besteht nicht.

(6) Das Plugin wird als Standardsoftware bereitgestellt. Ein Anspruch auf Anpassung an individuelle Anforderungen, auf bestimmte Weiterentwicklungen oder auf die Beseitigung nicht wesentlicher Fehler besteht nicht.

(7) Beta- und Testfunktionen: Der Anbieter kann einzelne Funktionen als „Beta", „Preview", „Experimentell" oder ähnlich gekennzeichnet zur Verfügung stellen. Für solche Funktionen wird jede Gewährleistung und – im gesetzlich zulässigen Umfang – jede Haftung ausgeschlossen. Der Kunde nutzt Beta-Funktionen auf eigenes Risiko.


§ 4 Vertragsschluss

(1) Die Darstellung des Plugins und der Tarife auf der Website und im Chrome Web Store stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots dar.

(2) Durch das Auswählen eines Tarifs und Anklicken des Bestell-Buttons („kostenpflichtig bestellen" oder gleichbedeutend) gibt der Kunde ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Nutzungsvertrags ab.

(3) Der Anbieter nimmt das Angebot durch Zusendung einer Bestellbestätigung in Textform oder durch Freischaltung der bestellten Leistung an. Erst mit dieser Annahme kommt der Vertrag zustande.

(4) Der Vertragstext wird vom Anbieter gespeichert. Der Kunde erhält die AGB spätestens mit der Bestellbestätigung in Textform.

(5) Google Inc. bzw. Google Ireland Ltd. wird durch den Download aus dem Chrome Web Store nicht Vertragspartner. Vertragspartner ist ausschließlich der Anbieter.

(6) Der Anbieter behält sich vor, den Vertragsabschluss oder die Freischaltung ohne Angabe von Gründen abzulehnen, insbesondere bei begründetem Verdacht auf missbräuchliche Nutzung, unrichtige Angaben, wiederholte Rückbuchungen oder Verletzungen dieser AGB in der Vergangenheit.


§ 5 Preise, Zahlung, Kleinunternehmerregelung

(1) Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung auf der Website ausgewiesenen Preise. Alle Preise verstehen sich als Endpreise ohne Ausweis der Umsatzsteuer gemäß § 19 UStG (Kleinunternehmerregelung).

(2) Das Plugin wird in folgenden Abrechnungsmodellen angeboten:

(3) Die Zahlung erfolgt über die auf der Website angebotenen Zahlungsdienstleister (z. B. Stripe, PayPal, SEPA-Lastschrift). Es gelten zusätzlich die jeweiligen Bedingungen der Zahlungsdienstleister.

(4) Rechnungen werden ausschließlich in elektronischer Form (PDF per E-Mail oder Download im Nutzerkonto) bereitgestellt. Der Kunde erklärt sich mit dem elektronischen Rechnungsversand einverstanden.

(5) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zum Plugin bis zur vollständigen Zahlung zu sperren. Weitergehende gesetzliche Ansprüche, insbesondere auf Verzugszinsen und Mahnkosten, bleiben unberührt. Gegenüber Verbrauchern beträgt der gesetzliche Verzugszins 5 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz, gegenüber Unternehmern 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz.

(6) Für jede vom Kunden zu vertretende Rücklastschrift (z. B. mangels Deckung, wegen Widerrufs des SEPA-Mandats ohne berechtigten Grund) hat der Kunde eine Bearbeitungspauschale in Höhe von 8,00 Euro zu zahlen. Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass ein geringerer oder kein Schaden entstanden ist.

(7) Der Anbieter behält sich vor, Preise für laufende Abonnements mit einer Ankündigungsfrist von mindestens sechs (6) Wochen zum Beginn einer neuen Abrechnungsperiode anzupassen. Widerspricht der Kunde der Preisanpassung nicht innerhalb von vier (4) Wochen nach Zugang der Änderungsmitteilung, gilt die Preisanpassung als angenommen. Bei fristgerechtem Widerspruch endet der Vertrag zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode. Der Anbieter wird den Kunden auf diese Rechtsfolgen in der Änderungsmitteilung ausdrücklich hinweisen.

(8) Keine Rückerstattung bei Vertragsbeendigung: Bereits gezahlte Entgelte für laufende Abrechnungsperioden werden bei einer ordentlichen Kündigung oder bei einer außerordentlichen Kündigung, die der Kunde zu vertreten hat, nicht (auch nicht anteilig) erstattet. Das Recht des Verbrauchers zum Widerruf gemäß § 7 bleibt unberührt.

(9) Aufrechnung und Zurückbehaltung (nur Unternehmer): Gegenüber Ansprüchen des Anbieters darf der unternehmerische Kunde nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Gegenansprüchen aufrechnen. Ein Zurückbehaltungsrecht kann er nur ausüben, wenn sein Gegenanspruch auf demselben Vertragsverhältnis beruht.


§ 6 Vertragslaufzeit und Kündigung

(1) Die Laufzeit richtet sich nach dem gewählten Tarif (§ 5 Abs. 2).

(2) Kündigungen können in Textform (z. B. per E-Mail an support@manamail.io) oder – sofern angeboten – über die entsprechende Funktion im Nutzerkonto erklärt werden. Verbrauchern steht zusätzlich der Kündigungsbutton gemäß § 312k BGB zur Verfügung.

(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Parteien unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor bei

a) erheblichem Verstoß gegen § 8 oder § 9 dieser AGB,

b) Zahlungsverzug von mehr als 14 Tagen trotz Mahnung oder wiederholten Rücklastschriften,

c) missbräuchlicher Nutzung der KI-Funktionen im Sinne von § 9 Abs. 2,

d) Umgehung technischer Nutzungsgrenzen (insbesondere Credit-/Rate-Limits),

e) Sperrung, Abschaltung oder wesentlicher Änderung der genutzten KI-Dienste (OpenAI, Groq), wenn eine gleichwertige Ersatzlösung nicht mit zumutbarem Aufwand verfügbar ist.

(4) Bei außerordentlicher Kündigung durch den Anbieter aus einem vom Kunden zu vertretenden Grund entfällt jeder Anspruch des Kunden auf Rückerstattung bereits gezahlter Entgelte. Weitergehende Schadensersatzansprüche des Anbieters bleiben ausdrücklich vorbehalten.

(5) Nach Vertragsende kann der Anbieter den Zugang zum Plugin und zu personenbezogenen Daten unter Beachtung gesetzlicher Aufbewahrungsfristen löschen. Der Kunde ist selbst verantwortlich, vor Vertragsende gewünschte Daten zu sichern; ein Anspruch auf Datenexport nach Vertragsende besteht nur, soweit gesetzlich zwingend vorgeschrieben (insbesondere Art. 20 DSGVO).


§ 7 Widerrufsrecht für Verbraucher

Widerrufsbelehrung

Widerrufsrecht

Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen.

Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.

Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns

Jonas Merlin Koschate

Karl-Kunger-Straße 57

12435 Berlin

E-Mail: support@manamail.io

mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.

Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.

Folgen des Widerrufs

Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.

Vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts (§ 356 Abs. 5 BGB / § 327p BGB)

Das Widerrufsrecht erlischt bei einem Vertrag über die Bereitstellung von digitalen Inhalten oder digitalen Dienstleistungen, wenn der Anbieter mit der Vertragsausführung begonnen hat, nachdem Sie

a) ausdrücklich zugestimmt haben, dass der Anbieter mit der Vertragsausführung vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, und

b) Ihre Kenntnis davon bestätigt haben, dass Sie durch Ihre Zustimmung mit Beginn der Vertragsausführung Ihr Widerrufsrecht verlieren, und

c) der Anbieter Ihnen eine Bestätigung des Vertrags gemäß § 312f BGB zur Verfügung gestellt hat.

Hinweis: Der Anbieter beginnt mit der Vertragsausführung nur, wenn der Kunde im Bestellprozess die vorstehende Zustimmung ausdrücklich erteilt hat. Ohne diese Zustimmung erfolgt die Freischaltung erst nach Ablauf der Widerrufsfrist.

Muster-Widerrufsformular

(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden es zurück.)

An

Jonas Merlin Koschate

Karl-Kunger-Straße 57

12435 Berlin

E-Mail: support@manamail.io

Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*):

Bestellt am (*)/erhalten am (*):

Name des/der Verbraucher(s):

Anschrift des/der Verbraucher(s):

Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier):

Datum:

(*) Unzutreffendes streichen.


§ 8 Nutzungsrechte und Lizenz

(1) Der Anbieter räumt dem Kunden für die Laufzeit des Vertrags ein einfaches, nicht ausschließliches, nicht übertragbares, nicht unterlizenzierbares und in den Grenzen dieser AGB widerrufliches Recht ein, das Plugin gemäß dieser AGB zu nutzen.

(2) Nicht gestattet sind insbesondere:

a) die Weitergabe, der Wiederverkauf, die Vermietung, das Verleihen, Sublizenzieren oder das sonstige entgeltliche oder unentgeltliche Überlassen des Plugins oder von Zugangsdaten an Dritte,

b) die gleichzeitige Nutzung eines einzelnen Nutzerzugangs durch mehr als eine Person,

c) das Reverse Engineering, Dekompilieren, Disassemblieren oder anderweitige Rückführung des Plugins in eine allgemein lesbare Form, sofern dies nicht gesetzlich zwingend erlaubt ist (§ 69e UrhG),

d) das Umgehen technischer Schutzmaßnahmen, Nutzungsgrenzen oder Rate-Limits,

e) die Nutzung durch automatisierte Skripte, Bots, Scraper oder vergleichbare Werkzeuge, die über den bestimmungsgemäßen Gebrauch hinausgehen,

f) die Nutzung zum Aufbau eines konkurrierenden Produkts oder zur Extraktion von Trainingsdaten für eigene oder fremde KI-Modelle,

g) das Entfernen, Verändern oder Verdecken von Copyright-Hinweisen, Marken oder sonstigen Kennzeichen.

(3) Sämtliche Rechte am Plugin, am Quellcode, an Marken, Logos, Icons, grafischen Elementen und sonstigen Kennzeichen verbleiben beim Anbieter oder dessen Lizenzgebern. Dem Kunden werden ausschließlich die in dieser Klausel genannten Nutzungsrechte eingeräumt; im Übrigen werden keine ausdrücklichen oder stillschweigenden Rechte an geistigem Eigentum übertragen.

(4) Bei Verstoß gegen Absatz 2 ist der Anbieter berechtigt, den Zugang ohne vorherige Ankündigung sofort zu sperren und den Vertrag außerordentlich zu kündigen. Bereits gezahlte Entgelte werden in diesem Fall nicht erstattet. Weitergehende Schadensersatzansprüche und Ansprüche auf Unterlassung bleiben unberührt.

(5) Nutzerinhalte: Der Kunde behält alle Rechte an den von ihm in das Plugin eingegebenen oder durch das Plugin verarbeiteten Inhalten. Der Kunde räumt dem Anbieter jedoch das einfache, weltweite, unentgeltliche und für die Dauer der Verarbeitung befristete Recht ein, diese Inhalte ausschließlich zum Zweck der Vertragserfüllung (insbesondere zur technischen Übermittlung an die KI-Anbieter und zur Ausgabe der Ergebnisse) zu vervielfältigen, zu übertragen und zu speichern.


§ 9 Pflichten des Kunden, verbotene Nutzung, Freistellung

(1) Der Kunde ist verpflichtet, seine Zugangsdaten geheim zu halten und vor Zugriff Dritter zu schützen. Erlangt der Kunde Kenntnis von einem Missbrauch, hat er den Anbieter unverzüglich zu informieren. Bis zum Zugang einer solchen Meldung haftet der Kunde für sämtliche über seinen Zugang veranlassten Aktionen.

(2) Der Kunde verpflichtet sich, das Plugin nicht für folgende Zwecke einzusetzen:

a) Versand unerwünschter Massen-E-Mails (Spam), Kettenbriefe oder Phishing,

b) Verarbeitung von Inhalten, die gegen geltendes Recht verstoßen (insbesondere beleidigende, verleumderische, gewaltverherrlichende, jugendgefährdende, urheberrechtsverletzende, markenrechtsverletzende, wettbewerbsrechtswidrige oder pornografische Inhalte),

c) Verarbeitung besonderer Kategorien personenbezogener Daten im Sinne von Art. 9 DSGVO (z. B. Gesundheitsdaten, biometrische Daten, Angaben zur ethnischen Herkunft, religiöse oder weltanschauliche Überzeugungen, sexuelle Orientierung), sofern nicht eine gesonderte schriftliche Vereinbarung mit dem Anbieter besteht,

d) Verarbeitung von Daten, die dem Berufsgeheimnis unterliegen (z. B. Mandats- oder Patientengeheimnis, § 203 StGB), ohne ausdrückliche, gesonderte Vereinbarung,

e) Verarbeitung von Zahlungsdaten, Bankverbindungen, Passwörtern, API-Schlüsseln, TAN, Kryptowallet-Seeds oder vergleichbaren Zugangs- und Sicherheitsdaten,

f) Automatisierte Angriffe, Penetrationstests, Belastungstests oder Sicherheitsforschung gegen den Anbieter oder Drittsysteme ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Anbieters,

g) Verarbeitung von Inhalten, die gegen die Nutzungsbedingungen der eingesetzten KI-Anbieter (OpenAI, Groq) verstoßen,

h) Nutzungen, die nach dem EU AI Act (Verordnung (EU) 2024/1689) als verboten eingestuft sind (Art. 5 AI Act), insbesondere Social Scoring, manipulative Techniken, biometrische Fernidentifizierung ohne Rechtsgrundlage,

i) Umgehung von Nutzungsgrenzen durch Anlage mehrerer Konten oder Nutzung technischer Hilfsmittel.

(3) Verantwortlichkeit für Inhalte und Compliance: Der Kunde ist allein verantwortlich für alle in das Plugin eingegebenen Inhalte sowie für deren rechtmäßige Verarbeitung. Der Kunde stellt insbesondere sicher, dass er zur Verarbeitung der Daten Dritter berechtigt ist und alle erforderlichen Einwilligungen, Informationen und Rechtsgrundlagen vorliegen.

(4) Freistellung: Der Kunde stellt den Anbieter, seine gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter, Erfüllungsgehilfen und Beauftragten von sämtlichen Ansprüchen Dritter frei, die diese gegen den Anbieter im Zusammenhang mit einer Verletzung dieser AGB durch den Kunden, einer rechtswidrigen Nutzung des Plugins durch den Kunden oder mit den vom Kunden eingegebenen bzw. verarbeiteten Inhalten geltend machen. Die Freistellung umfasst auch die zur angemessenen Rechtsverteidigung erforderlichen Kosten (insbesondere Anwalts- und Gerichtskosten in gesetzlicher Höhe sowie behördlicher Bußgelder, soweit nicht der Anbieter selbst schuldhaft mitgewirkt hat). Der Anbieter wird den Kunden über etwaige Inanspruchnahmen unverzüglich informieren.

(5) Der Anbieter ist berechtigt, bei begründetem Verdacht eines Verstoßes gegen Absatz 2 den Zugang zum Plugin ohne vorherige Ankündigung vorübergehend zu sperren und die Vorwürfe zu prüfen. Bestätigt sich der Verdacht, kann der Anbieter den Vertrag außerordentlich kündigen; § 6 Abs. 4 gilt entsprechend.

(6) Kunden im geschäftlichen Verkehr versichern, dass die Nutzung im Rahmen ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit erfolgt. Der Kunde trägt die Beweislast dafür, dass er entgegen seiner Angabe bei Vertragsschluss als Verbraucher gehandelt hat.


§ 10 KI-Ausgaben – Keine Gewähr, keine Beratung, keine automatisierte Entscheidung

(1) Das Plugin erzeugt Ausgaben unter Einsatz von KI-Modellen Dritter. Der Kunde nimmt zur Kenntnis und akzeptiert ausdrücklich, dass KI-Ergebnisse fehlerhaft, unvollständig, veraltet, irreführend oder in sonstiger Weise unzutreffend sein können („Halluzinationen"). Dies liegt in der Natur generativer KI und stellt keinen Mangel im Rechtssinne dar.

(2) Der Anbieter übernimmt keinerlei Gewähr für

a) die inhaltliche Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität, Nichtverletzung von Rechten Dritter, Rechtmäßigkeit, Verständlichkeit oder Qualität der KI-Ausgaben,

b) die Eignung der KI-Ausgaben für einen bestimmten Zweck des Kunden,

c) Termine, Fristen, Beträge, Namen, Adressen, Vertragsdetails oder sonstige Datenpunkte, die aus E-Mails, Kalendereinträgen oder anderen Texten extrahiert wurden,

d) automatisch erzeugte E-Mail-Antworten, Zusammenfassungen, Übersetzungen, Klassifizierungen oder Handlungsempfehlungen,

e) die Erzeugung stets identischer Ausgaben bei identischen Eingaben (KI-Modelle arbeiten in der Regel nicht-deterministisch).

(3) Prüfpflicht des Kunden: Der Kunde ist verpflichtet, sämtliche KI-Ausgaben vor deren Verwendung – insbesondere vor Versand, Weitergabe an Dritte, Übernahme in geschäftliche Kommunikation oder rechtsgeschäftlicher Nutzung – eigenverantwortlich und sorgfältig auf Richtigkeit, Vollständigkeit und rechtliche Zulässigkeit zu prüfen. Der Kunde entscheidet allein und in eigener Verantwortung, ob und in welcher Form er KI-Ausgaben übernimmt.

(4) Haftungsausschluss für KI-bedingte Schäden: Der Anbieter haftet – soweit gesetzlich zulässig – nicht für Schäden, die daraus entstehen, dass

a) der Kunde KI-Ausgaben ungeprüft übernimmt oder auf diese vertraut hat,

b) KI-Ausgaben fehlerhaft, unvollständig oder unzutreffend sind,

c) Termine, Fristen oder Verpflichtungen versäumt werden, weil sie in KI-Ausgaben nicht oder falsch dargestellt wurden,

d) automatisch generierte Antworten unangemessen, missverständlich oder rechtlich unzutreffend formuliert sind,

e) Reputationsschäden, entgangene Geschäfte, Vertragsstrafen oder sonstige mittelbare Folgen entstehen.

Die Haftungsbeschränkungen des § 14 bleiben unberührt und gelten ergänzend.

(5) Keine Fachberatung: Das Plugin ersetzt keine rechtliche, steuerliche, medizinische, psychologische, finanzielle oder sonstige fachliche Beratung. KI-generierte Inhalte stellen keine Rechtsberatung, Steuerberatung, medizinische Beratung, Finanzberatung oder verbindliche fachliche Auskunft dar. Der Anbieter erbringt ausdrücklich keine derartigen Beratungsleistungen.

(6) Keine automatisierte Entscheidung im Sinne Art. 22 DSGVO: Das Plugin ist als Assistenzsystem konzipiert. Sämtliche Ausgaben dienen ausschließlich der Vorbereitung menschlicher Entscheidungen. Der Kunde stellt sicher, dass keine ausschließlich auf automatisierter Verarbeitung beruhenden Entscheidungen im Sinne Art. 22 DSGVO getroffen werden. Wird das Plugin dennoch entgegen dieser Zweckbestimmung eingesetzt, trägt der Kunde die alleinige Verantwortung.

(7) Kein Anspruch auf bestimmte Qualität: Die Qualität von KI-Ausgaben kann sich durch Modellwechsel, Modellupdates oder Änderungen bei Drittanbietern jederzeit ändern. Ein Anspruch auf eine bestimmte Qualitätsstufe besteht nicht.


§ 11 Datenverarbeitung und Übermittlung an KI-Anbieter

(1) Zur Erbringung der KI-Funktionen werden vom Kunden eingegebene oder ausgewählte Inhalte (z. B. E-Mail-Texte, Kalenderdaten, Notizen) über den Proxy des Anbieters an externe KI-Anbieter (derzeit OpenAI, L.L.C., USA, und Groq, Inc., USA) übermittelt und dort verarbeitet.

(2) Die Übermittlung in die USA erfolgt auf Grundlage des EU-US Data Privacy Framework (Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission vom 10. Juli 2023) sowie – ergänzend und für den Fall eines Wegfalls des Angemessenheitsbeschlusses – auf Grundlage von Standardvertragsklauseln der EU-Kommission gemäß Art. 46 Abs. 2 lit. c DSGVO.

(3) Nach den derzeitigen Zusicherungen der genannten KI-Anbieter werden über deren API übermittelte Inhalte nicht zum Training der KI-Modelle verwendet. Der Anbieter kann jedoch keine über die eigenen Verpflichtungen hinausgehende Gewähr für das Verhalten der Drittanbieter übernehmen. Ändern sich diese Zusicherungen, wird der Anbieter den Kunden in geeigneter Weise informieren.

(4) Nähere Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten enthält die separate Datenschutzerklärung unter https://manamail.io/datenschutz.

(5) Auftragsverarbeitung bei unternehmerischer Nutzung: Nutzt der Kunde das Plugin als Unternehmer und werden dabei personenbezogene Daten Dritter verarbeitet, ist zwischen dem Kunden (als Verantwortlicher) und dem Anbieter (als Auftragsverarbeiter) grundsätzlich ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO abzuschließen. Der Kunde kann einen entsprechenden Mustervertrag beim Anbieter unter support@manamail.io anfordern. Der Kunde ist selbst verpflichtet, das Erfordernis eines solchen Vertrags zu prüfen und ihn ggf. anzufordern; bis zum Abschluss eines solchen Vertrags nutzt der Kunde das Plugin auf eigenes Risiko.

(6) Der Kunde ist verpflichtet, seinerseits alle datenschutzrechtlichen Verpflichtungen gegenüber Personen einzuhalten, deren Daten er in das Plugin eingibt (insbesondere Informationspflichten nach Art. 13, 14 DSGVO, Rechtsgrundlagen, Zweckbindung, Datenminimierung, Aufbewahrungsfristen).

(7) Anonymisierte Nutzungsdaten: Der Anbieter ist berechtigt, technisch erforderliche Metadaten (z. B. Fehlerprotokolle, aggregierte Nutzungsstatistiken, Performance-Daten) in anonymisierter oder pseudonymisierter Form zur Fehleranalyse, Missbrauchserkennung, statistischen Auswertung und Weiterentwicklung des Plugins zu verarbeiten. Ein Rückschluss auf einzelne Nutzer oder Inhalte ist dabei nicht möglich.


§ 12 Verfügbarkeit

(1) Der Anbieter ist bemüht, das Plugin und den Proxy mit möglichst hoher Verfügbarkeit bereitzustellen. Eine bestimmte Verfügbarkeit, ununterbrochene Nutzbarkeit oder eine bestimmte Antwortzeit wird ausdrücklich nicht zugesichert und nicht geschuldet.

(2) Der Anbieter behält sich vor, das Plugin zu Wartungszwecken vorübergehend nicht oder nur eingeschränkt verfügbar zu machen. Geplante Wartungsarbeiten wird der Anbieter nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Nutzungszeiten durchführen.

(3) Ausfälle oder Einschränkungen aufgrund von Störungen, Wartungen, Nutzungsbedingungen oder Preisänderungen bei den eingesetzten KI-Anbietern (insbesondere OpenAI und Groq), bei Google/Chrome Web Store, bei Zahlungsdienstleistern, Hosting-Anbietern oder Internet-Providern sind vom Anbieter nicht zu vertreten. Der Anbieter wird sich jedoch im wirtschaftlich zumutbaren Rahmen bemühen, betroffene Funktionen zeitnah durch alternative Anbieter oder Modelle zu ersetzen.

(4) Ein Anspruch des Kunden auf Rückerstattung oder Minderung entfällt, soweit es sich um Ausfälle von weniger als 48 Stunden pro Kalendermonat handelt. Bei längeren, vom Anbieter zu vertretenden Ausfällen erhält der Kunde auf schriftliche Anfrage eine zeitanteilige Erstattung oder Gutschrift; darüber hinausgehende Ansprüche sind – vorbehaltlich § 14 – ausgeschlossen.


§ 13 Gewährleistung

(1) Es gelten die gesetzlichen Gewährleistungsrechte, sofern in diesen AGB nichts Abweichendes bestimmt ist. Insbesondere gelten die Vorschriften der §§ 327 ff. BGB (digitale Produkte) für Verbraucher.

(2) Ein Mangel liegt nicht vor, wenn

a) der Kunde die vertraglich vorausgesetzte Systemumgebung (aktuelle Version von Google Chrome, aktive Internetverbindung, unterstützte Betriebssysteme) nicht bereitstellt,

b) die Beeinträchtigung auf Änderungen zurückzuführen ist, die der Kunde selbst oder von ihm beauftragte Dritte am Plugin, an dessen Konfiguration oder an der Systemumgebung vorgenommen haben,

c) die Beeinträchtigung durch Störungen bei Dritten (insbesondere Google, OpenAI, Groq, Zahlungsdienstleister, Internetprovider) verursacht wird,

d) es sich um typische Eigenschaften generativer KI im Sinne von § 10 handelt,

e) es sich um Beta- oder Testfunktionen im Sinne von § 3 Abs. 7 handelt,

f) der Fehler nur gelegentlich auftritt und die Nutzung des Plugins nicht wesentlich beeinträchtigt.

(3) Verjährung gegenüber Unternehmern: Für Unternehmer beträgt die Verjährungsfrist für Gewährleistungsansprüche zwölf (12) Monate ab dem gesetzlichen Verjährungsbeginn. Dies gilt nicht in Fällen vorsätzlicher oder grob fahrlässiger Pflichtverletzung, Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, arglistiger Mangelverschweigung oder Übernahme einer Garantie oder eines Beschaffungsrisikos. Gegenüber Verbrauchern gelten die gesetzlichen Verjährungsfristen.

(4) Rügepflicht (nur Unternehmer): Unternehmer haben offensichtliche Mängel innerhalb von zwei (2) Wochen ab Zurverfügungstellung des Plugins bzw. der jeweiligen Funktion in Textform zu rügen; andernfalls sind Gewährleistungsansprüche wegen dieser Mängel ausgeschlossen. § 377 HGB bleibt im Übrigen unberührt.


§ 14 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt

a) bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit,

b) für die schuldhafte Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit,

c) nach den zwingenden Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes,

d) im Umfang einer vom Anbieter ausdrücklich in Textform übernommenen Garantie oder eines übernommenen Beschaffungsrisikos.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht) ist die Haftung der Höhe nach auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.

(3) Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters für leicht fahrlässige Pflichtverletzungen ausgeschlossen.

(4) Betragsmäßige Haftungsobergrenze gegenüber Unternehmern: Die Haftung des Anbieters gegenüber Unternehmern für sämtliche Schäden pro Vertragsjahr ist – außer in den Fällen des Absatzes 1 – auf den Betrag begrenzt, den der Kunde in den zwölf (12) Monaten vor dem schadensauslösenden Ereignis an den Anbieter gezahlt hat, höchstens jedoch auf 1.000,00 Euro. Bei Verträgen, die zum Zeitpunkt des Schadens noch keine 12 Monate bestanden haben, wird die Deckelung auf Grundlage des bis dahin gezahlten Betrags ermittelt.

(5) Ausgeschlossene Schadensarten: Soweit die Haftung des Anbieters nach den vorstehenden Absätzen beschränkt oder ausgeschlossen ist, gilt dies insbesondere auch für die Haftung wegen entgangenen Gewinns, ausgebliebener Einsparungen, mittelbarer Schäden, Folgeschäden, Reputationsschäden, Schäden durch Betriebsunterbrechung, Datenverlust oder Datenwiederherstellungskosten. Diese Beschränkungen gelten nicht in den Fällen des Absatzes 1.

(6) Datensicherung: Für Datenverluste haftet der Anbieter nur in dem Umfang, in dem ein Schaden auch bei ordnungsgemäßer, dem Stand der Technik entsprechender Datensicherung durch den Kunden eingetreten wäre. Der Kunde ist verpflichtet, für regelmäßige Sicherungen seiner Daten selbst Sorge zu tragen.

(7) Ausschlussfrist (nur Unternehmer): Schadensersatzansprüche eines unternehmerischen Kunden müssen innerhalb von sechs (6) Monaten nach Kenntnis des Schadens und der schadensverursachenden Umstände, spätestens jedoch innerhalb von zwölf (12) Monaten nach dem schadensauslösenden Ereignis, in Textform gegenüber dem Anbieter geltend gemacht werden; andernfalls sind sie ausgeschlossen. Absatz 1 bleibt unberührt.

(8) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten sinngemäß auch zugunsten der Mitarbeiter, Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.

(9) Ergänzend gilt der Haftungsausschluss für KI-Ausgaben gemäß § 10.

(10) Eine Änderung der Beweislast zum Nachteil des Kunden ist mit den vorstehenden Regelungen nicht verbunden.


§ 15 Höhere Gewalt

(1) Der Anbieter haftet nicht für Verzögerungen oder Ausfälle, die durch höhere Gewalt oder durch Ereignisse verursacht werden, die die Leistungserbringung wesentlich erschweren oder unmöglich machen. Dazu zählen insbesondere Streiks, Aussperrungen, behördliche oder gerichtliche Anordnungen, Embargos, Naturkatastrophen, Pandemien, Krieg, terroristische Angriffe, Cyberangriffe, längerfristige Internet- oder Stromausfälle, Ausfälle oder wesentliche Änderungen der genutzten KI-Dienste (OpenAI, Groq) oder deren Zugangs- bzw. Nutzungsbedingungen sowie regulatorische Änderungen, die den Einsatz bestimmter KI-Modelle oder -Anbieter untersagen oder wesentlich einschränken (insbesondere aus dem EU AI Act, aus Datenschutzrecht oder aus Exportkontrollrecht).

(2) In solchen Fällen ist der Anbieter berechtigt, die Leistung um die Dauer des Hindernisses zzgl. einer angemessenen Anlaufzeit hinauszuschieben. Dauert das Hindernis länger als 30 Tage an, sind beide Parteien berechtigt, den Vertrag zu kündigen; bereits im Voraus geleistete Zahlungen werden anteilig zurückerstattet.


§ 16 Änderungen dieser AGB

(1) Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit Wirkung für die Zukunft zu ändern, soweit dies zur Anpassung an veränderte rechtliche oder technische Rahmenbedingungen, zur Berücksichtigung höchstrichterlicher Rechtsprechung, zur Einführung neuer Funktionen, zur Anpassung an geänderte Bedingungen von KI-Drittanbietern oder aus vergleichbaren sachlichen Gründen erforderlich ist und den Kunden nicht unangemessen benachteiligt.

(2) Änderungen werden dem Kunden mindestens sechs (6) Wochen vor Inkrafttreten in Textform (z. B. per E-Mail) mitgeteilt.

(3) Widerspricht der Kunde den Änderungen nicht innerhalb von vier (4) Wochen ab Zugang der Änderungsmitteilung, gelten die Änderungen als angenommen. Auf diese Rechtsfolge wird der Anbieter in der Änderungsmitteilung gesondert und deutlich hinweisen.

(4) Widerspricht der Kunde fristgerecht, endet der Vertrag zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode zu den bisherigen Bedingungen.


§ 17 Vertraulichkeit (nur bei unternehmerischer Nutzung)

(1) Die Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Vertragsanbahnung und -durchführung erlangten vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei geheim zu halten und ausschließlich zu Zwecken dieses Vertrags zu verwenden. Als vertraulich gelten alle als vertraulich gekennzeichneten Informationen sowie solche, deren Vertraulichkeit sich aus den Umständen ergibt.

(2) Diese Verpflichtung besteht auch nach Beendigung des Vertrags für einen Zeitraum von drei (3) Jahren fort.

(3) Ausgenommen sind Informationen, die

a) der empfangenden Partei bereits vor Erhalt bekannt waren,

b) der empfangenden Partei ohne Verpflichtung zur Vertraulichkeit von Dritten mitgeteilt wurden,

c) allgemein bekannt oder ohne Verschulden der empfangenden Partei allgemein bekannt geworden sind,

d) aufgrund gesetzlicher oder behördlicher Anordnung offenzulegen sind.


§ 18 Streitbeilegung

(1) Online-Streitbeilegung (OS): Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung bereit, die unter <https://ec.europa.eu/consumers/odr/> abrufbar ist. Die E-Mail-Adresse des Anbieters lautet: support@manamail.io.

(2) Verbraucherstreitbeilegung: Der Anbieter ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.


§ 19 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern mit gewöhnlichem Aufenthalt in einem anderen EU-Mitgliedstaat bleiben die zwingenden Verbraucherschutzvorschriften dieses Staates unberührt.

(2) Ist der Kunde Kaufmann im Sinne des HGB, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag der Sitz des Anbieters. Der Anbieter ist berechtigt, den Kunden auch an dessen Sitz zu verklagen.

(3) Abtretungsverbot: Der Kunde darf Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung des Anbieters an Dritte übertragen. § 354a HGB bleibt unberührt.

(4) Nebenabreden, Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Textform. Dies gilt auch für die Änderung dieser Textformklausel.

(5) Salvatorische Klausel: Sollte eine Bestimmung dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden oder eine Regelungslücke enthalten, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine wirksame zu ersetzen, die dem wirtschaftlich Gewollten am nächsten kommt. Gleiches gilt bei Regelungslücken.

(6) Übertragung auf Dritte: Der Anbieter ist berechtigt, seine Rechte und Pflichten aus diesem Vertrag ganz oder teilweise auf ein verbundenes Unternehmen oder einen Rechtsnachfolger (z. B. bei Umgründung, Asset Deal, Verkauf des Geschäftsbetriebs) zu übertragen. Der Kunde erklärt hiermit sein Einverständnis. Bei einer solchen Übertragung steht dem Kunden für den Fall, dass ihm die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses mit dem neuen Anbieter unzumutbar ist, ein Sonderkündigungsrecht zum Zeitpunkt des Übergangs zu.


Version 1.0 — Stand: 7. September 2026